Süße Sachen schnell bestellt

Die Weihnachtszeit geht jedes Jahr einher mit einem vorübergehenden Bevölkerungszuwachs. Dieser Zuwachs beträgt allein in Deutschland 100 Millionen – 100 Millionen Weihnachtsmännern aus leckerer Schokolade, die innerhalb weniger Wochen genüsslich von Naschkatzen und –katern verspeist werden.
Doch seit wann bevölkern die Schokoladenweihnachtmänner unseren Planeten um die Weihnachtzeit? Die Evolution des Schokoladenweihnachtmannes begann um 1820 unserer Zeitrechnung. Während die Vorfahren zu dieser Zeit noch aus massiver Schokolade gefertigt und als Bischof mit Mitra und Stab dargestellt wurden, begann bereits um 1840 die Herstellung in der heute üblichen Hohlkörperform. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich die Bischofsfigur immer mehr zur heutigen Figur des Weihnachtmannes, der heute wie damals Groß und Klein erfreut.
Für die Herstellung der jährlichen Invasion der Weihnachtsmänner verarbeiten die großen Schokoladenhersteller, wie Milka, Ferrero, Lindt, Storck, Riegelein, Kinder Schokolade, Niederreger und Merci mehrere Tausende Tonnen Schokolade, die zuvor aus hochwertigen Kakaobohnen unter Hinzugabe von Alpenmilch, Kakaobutter und Zucker gewonnen wurden. Erst nach stundelangem Rühren und Kneten kann die Schokoladenmasse zu den beliebten Weihnachtsmännern verarbeitet werden. Doch wie entsteht die Form des Weihnachtsmannes? Hierzu kommen herstellertypische zweiteilige Gussformen zum Einsatz, wobei eine Hälfte mit dem Schokoschmaus gefüllt wird, bevor beide Hälften zusammengesetzt werden. In einer Art Dreh- und Schleuderverfahren verteilt sich die Schokoladenmasse dann gleichmäßig Schicht für Schicht an der Innenwand der Weihnachtsmannform. Man könnte sagen: „Harte Schale, weicher Kern!“ Doch der schokoladige Kern muss noch gehärtet werden, damit die Form auch noch den Weg in den Einkaufsmarkt und zum Kunden unbeschadet übersteht. Dies wird mit entsprechender Kühlung erreicht. Was jetzt noch zur Vollendung des weihnachtlichen Schokoladengenusses fehlt, ist die ansprechende farbige Verpackung. Doch diese wird bei der Vielzahl der Schokoladenfans nicht lange erhalten bleiben, ebenso wenig wie der schokoladige Weihnachtmann selbst. Insbesondere am 6. Dezember, zum Nikolaus, als auch am 24. Dezember, dem Heilig Abend, stehen die Schokoladenweihnachtmänner von Lindt, Milka, Riegelein, Storck, Kinder Schokolade, Ferrero, Merci und Niederreger ganz weit oben auf der Speisekarte.
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